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24-Stunden-Übung der THW Jugend Viernheim

|  Jugend

Ein ganzes Wochenende im Zeichen von Teamarbeit, Einsatzbereitschaft und realitätsnaher Ausbildung: Bei der 24-Stunden-Übung der THW Jugend Viernheim konnten die Jugendlichen hautnah erleben, wie abwechslungsreich und fordernd der Einsätze im Technischen Hilfswerk sein können.

Zu Beginn der Übung wurde zunächst ein Feldlager in der Unterkunft aufgebaut. Schon hier war die Spannung deutlich spürbar, denn allen war klar: Der nächste Einsatz konnte jederzeit kommen. Lange mussten die Jugendlichen nicht warten, bis die erste Alarmierung erfolgte. Mehrere Personen wurden an einer Biogasanlage in Heddesheim vermisst. Da es bereits dämmerte, musste die Einsatzstelle zunächst ausgeleuchtet werden, um sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Anschließend begann die Suche und Rettung der Vermissten aus teils schwierigen Lagen:

  • Rettung einer Person unter einem Anhänger
  • Rettung einer Person vom Dach mittels schiefer Ebene

Nach erfolgreichem Abschluss des Einsatzes kehrte die Jugendgruppe in die Unterkunft zurück. Erst jetzt konnte das Feldlager bezogen werden. Nach dem Abendessen ging es für die Jugendlichen ins Bett. Doch die Nachtruhe wurde schnell unterbrochen: Alarmierung zu Einsatz 2. Noch auf der Anfahrt kam jedoch der Einsatzabbruch. Danach konnten die Jugendlichen endlich schlafen.

Am Samstagmorgen stand zunächst eine Ausbildungseinheit auf dem Plan. Thema war das Abstützen von Gräben – eine wichtige Grundlage für sicheres Arbeiten bei Einsätzen im Bau- und Erdreich. Doch auch diese Einheit wurde durch einen neuen Einsatz unterbrochen. Ziel einer Eigentumssicherung ist es, Gefahren zu vermeiden und unbefugten Zutritt zu verhindern. So zum Beispiel nach einem Brand.

Die Aufgaben der Jugendlichen:

  • Bau einer neuen, funktionierenden Tür
  • Verschließen weiterer Öffnungen wie Fenster
  • Aufbau einer Verkehrsabsicherung, da die Einsatzfahrzeuge an der Straße standen

Nach Abschluss des Einsatzes ging es zurück in die Unterkunft zum gemeinsamen Mittagessen. Zum Abschluss der Übung stand noch einmal ein besonders anspruchsvoller Einsatz an: Eine Person (Dummy) war nach starken Regenfällen in eine eingestürzte Baugrube geraten. Jetzt merkt man, wer in der Theorieeinheit am Morgen aufgepasst hat.

Die Jugendlichen mussten mehrere Aufgaben bewältigen:

  • Aussteifen der Grube zur Sicherung gegen weiteres Einstürzen
  • Rettung der verunglückten Person mithilfe eines Fast Boards
  • Bau eines Sandsackdamms, um weiteres Wasser fernzuhalten

Die 24-Stunden-Übung bot den Jugendlichen eine intensive und realitätsnahe Erfahrung. Neben technischem Know-how standen vor allem Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und schnelle Reaktionsfähigkeit im Mittelpunkt.

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