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Jubiläum: 50 Jahre Ortsverband Viernheim

Im Jahr 2015 feiert der Ortsverband sein 50jähriges bestehen. Zu diesem Anlass gab es über das Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen.

Erlebnistag beim THW – Mitten drin und die Arbeit der Helfer selbst erleben

rhg (viernheimer-nachrichten) | |  50 Jahre OV  Öffentlichkeitsarbeit

Schon großes Interesse weckte dieses Jahr der THW-Ortsverband Viernheim im Rhein-Neckar-Zentrum in der Zeit vom 11. bis 16. Mai anlässlich des 50jährigen Bestehens. In einer großen Präsentation stellte sich das THW Viernheim vor und präsentierte seine Leistungsfähigkeit. Doch der Höhepunkt sollte erst am Freitag (19. Juni 2015) kommen, denn da durften die interessierten Bürger mitten im Gelände der THW-Unterkunft in der Alfred-Nobel-Straße selbst Hand anlegen und an vielen Geräten selbst ausprobieren, wie leicht oder schwer die Arbeit der Helfer im Einsatz ist.

In einer langen Vorbereitungszeit hatten die Verantwortlichen gleich mehrere Stationen aufgebaut, um den Interessierten die Gelegenheit zu bieten selbst einmal Erfahrungen im Umgang mit Betonsägeketten oder an Ortungsgeräten zu sammeln. So wurde an einer der zahlreichen Stationen zum Beispiel das Bewegen von Lasten unter der Führung von Thomas Ernst geprobt oder auch das Anheben eines Betonträgers mittels Hebekissen.

Ein Spezialgebiet des THW Viernheim ist die Ortung verschütteter Personen. Weltweit waren die Viernheimer Spezialisten im Einsatz, um nach einem Erdbeben oder einer Explosion Vermisste mit ihren hochmodernen Ausrüstungen wieder aufzufinden. Hierfür standen die beiden THW-Helfer Rüdiger Franke und Rainer Martin den Bürgern gerne Rede und Antwort und führten die Besucher in die Geheimnisse der SearchCam (Kamera) ein.

Ein weiterer Höhepunkt dieses Abends, der unter dem Motto „Dein Erlebnis beim THW“ stand war der Umgang mit Seilen, denn gerade die Sicherung von Lasten und Menschen ist wichtig. Für diesen Bereich zeichneten die beiden Helfer Manuel Wieland und Arne Bähr verantwortlich.

Was tun, wenn die Verschütteten erst aus großer Tiefe geborgen und über Stock und Stein gezogen werden müssen, bevor sie dem Rettungsdienst übergeben werden können. Hier ist das Können des THW gefragt, Gerade das Aufbinden eines Verletzten auf eine Trage muss nicht nur gelernt, sondern auch perfekt sitzen, denn sonst kann der Verletzte am Ende noch mit sehr viel mehr Wunden am Ziel ankommen als er vor seiner Bergung hatte. Auch hier konnte Rüdiger Franke aus seinen Einsätzen den Besuchern viel erzählen.

Wie schon damals im Rhein-Neckar-Zentrum, so auch am Erlebnistag, hat die Vorführung der Rettungshunde die Besucher fasziniert. Zu den Übungen gehörten unter anderem die Vorführung von Ausbildungssituationen wie das Laufen über Leitern, Stege oder eine Wippe und die Suche von Verschütteten.

Das Interesse war groß und lockte nicht nur Viernheimer Bürger an, sondern auch eine Gruppe Asylanten von der Initiative „Ich bin Viernheimer“. Alle waren mit großem Eifer und Interesse dabei und wollten alles ganz genau wissen. Das Fazit der THW-Verantwortlichen am Ende des Erlebnistages war eindeutig: „Uns allen hat es großen Spaß gemacht und bot den Interessierten einen schönen Einblick in unsere Arbeit“.

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