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Kennenlerntag beim Technischen Hilfswerk Viernheim

Norbert Martin | |  Ausbildung

Am Sonntag 07. Oktober fand beim THW Viernheim ein Kennenlerntag für Mitbürger mit Migrationshintergrund statt. Eingeladen hatte neben dem THW Viernheim auch die Stadt Viernheim, das Lernmobil, der Ausländerbeauftragte des Kreises und die Jugendgruppe der Eyüp-Sultan Moschee. Zahlreich erschienen interessierte Mitbürger vieler Nationalitäten und aller Altersstufen, die aufgeschlossen und mit Begeisterung viele neue Eindrücke aufnahmen.

Ein Sonntag im Oktober, Sonnenschein und warme Temperaturen. Auf dem Gelände des THW Ortsverbandes Viernheim tummelten sich Menschen aller Nationalitäten und Hautfarben. Sie bestaunten die Fahrzeuge und die technischen Hilfsmittel. Viele Fragen wurden an die THW Helfer gestellt. "Arbeiten sie ehrenamtlich, wer kann aufgenommen werden, wie lang dauert die Ausbildung, kann ich da mitmachen?"

Der Ortsbeauftragte des THW, Volker Patzwaldt begrüßte die Anwesenden und betonte, dass das THW eine Hilfsorganisation ist, die seit Bestehen im Inland und auf der ganzen Welt bei Katastrophen hilfsbedürftigen Menschen zur Hilfe eilt. Die ehrenamtlich tätigen Helfer freuen sich wenn sie Mitbürger mit Migrationshintergrund in Ihren Reihen aufnehmen können. Mitmachen kann jeder. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich. Fälschlicherweise wird das THW oft mit der Feuerwehr oder der Bundeswehr in Verbindung gebracht. Doch das THW ist in der Welt einmalig, denn es ist eine Bundesbehörde, die von ehrenamtlichen Helfern getragen wird. Deshalb gibt es in den Herkunftsländern der Migranten keine vergleichbare Organisation. Ein unschätzbarer Vorteil wäre es für das THW bei Auslandseinsätzen, einen muttersprachlichen THW Helfer dabei zu haben. 

Bürgermeister Matthias Baaß betonte, dass das THW schon viel für die Stadt geleistet hat. Ohne ehrenamtliches Engagement, sei es beim THW, der Feuerwehr, im Sportverein oder in der Seniorenbegegnungsstätte, wäre das bürgerliche Zusammenleben in Viernheim nicht das was es heute ist. Der Bürgermeister ging auf den Vorsitzenden des Ausländerbeirates Dr. Ebenezer Obo Edusa-Eyison zu und betonte, dass sie sich beide als Viernheimer fühlen: "Wir sind beide Viernheimer". Menschen mit Migrationshintergrund sind in Viernheim und beim THW herzlich willkommen. Nur durch Integration in die Gesellschaft kann es gelingen, dass die Migranten auch Viernheimer werden.

Es wurde den Besuchern die Unterkunft gezeigt und ein Imagefilm des THW vorgeführt. Die Jugendgruppe der Eyüp-Sultan Moschee und das Küchenteam des THW Viernheim kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste.

Die Jugendgruppe des THW zeigte eine Übung, bei der eine unter einer Betonplatte verschüttete Person mittels Hebekissen befreit wurde. Mit der geretteten Person, die in eine Trage, dem sogenannten Schleifkorb gelegt wurde, musste anschließend ein Hindernis überwunden werden.

Christian Busalt, Zugführer beim THW und Organisator des Kennenlerntages fasste es so zusammen: "Uns hat der Tag viel Spaß gemacht. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, das THW auch bei den Menschen bekannt zu machen, die das THW bisher nicht kannten. Und natürlich hoffen wir, mittelfristig so neue Helferinnen und Helfer zu gewinnen."

Wer sich für das THW interessiert, kann am jeden Freitag Abend ab 19:30 Uhr in der Alfred-Nobel-Str 1a vorbei schauen und unverbindlich bei einem Schnupperausbildungsabend mitmachen.