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Bauschild aufgerichtet

Norbert Martin | |  Einsatz
Stropp anbringen

"Hier ist die Firma Ingconcept. Wir haben auf unserer Baustelle am Bannholzgrabenkreisel ein Bauschild stehen. Der Wind hat es umgeworfen. Könnt ihr da was machen?", so ähnlich war die Nachricht auf dem Anrufbeantworter des THW Viernheim, als am Freitag, dem Ausbildungsabend, das Band abgehört wurde.

Bei solch einem Anruf stellten sich einem THW Helfer erst einmal ein paar Fragen: Ist Gefahr in Verzug? Wie groß ist der Aufwand? Und schließlich, wer bezahlt die Aktion?

Um das zu klären schaut man sich die Sache am besten mal an.

Nur der Kipper und der MKW-Ortung sind noch in der Unterkunft. Die anderen Fahrzeuge der Bergung sind schon zur verschiedenen Ausbildungsorten ausgerückt. An Helfern sind nur die Schirrmeister und Helfer der Fachgruppe Ortung in der Unterkunft. "Das ist mal eine Aufgabe für uns", sagte Schirrmeister Roger Lütz, "schließlich sind alle Helfer des THW Viernheim gut ausgebildet und die Kameraden von der Bergung B1 und B2 müssen nicht immer alles machen".

Gesagt getan. Gegen 21 Uhr 15 wird mit Kipper und MKW-Ortung zum Einsatzort ausgerückt. Dort finden die Helfer ideale Bedingungen vor: Die Fahrzeuge können nahe zur Schadensstelle anfahren. Das Schild lässt sich mit der Seilwinde des Kippers leicht aufstellen. Jetzt werden noch die leeren Behälter mit Wasser gefüllt, die Holzverstrebungen neu befestigt und zusätzlich  Verstrebungen nach vorne angebracht. 

Hier bewährt sich das Viernheimer Ortungsfahrzeug, der MKW-Ortung, denn dieses Fahrzeug hat fast die komplette Ausstattung der damaligen Beladung an Bord. So können neben Ortungsaufgaben noch Aufgaben aus dem Bereich Bergung übernommen werden. Auf einem reinen Ortungsfahrzeug hätte man keine der benötigten Werkzeuge, wie Motorsäge, Vorschlaghammer, Latthammer und Nägel, zur Verfügung gehabt.

Gegen 22 Uhr 15 war der Auftrag abgeschlossen. Eigentlich wäre es noch schneller gegangen, wenn nicht zufällig ein Fotograf der örtlichen Presse vorbeigekommen wäre. Er wollte unbedingt ein Bild für die Zeitung. Also musste das bereits aufgerichtete Bauschild noch einmal abgelassen werden, um es anschließend wieder aufzurichten.

Der Freitag war der Tag des Wintereinbruches in Deutschland. Der Wind blies mit Böen aus Süd-West, bevor die Kaltfront anrauschte. Die starken Böen waren zu viel für das Bauschild. Und das mit der Bezahlung wird sich auch noch klären ...

Wichtig vor dem Anschließen des Schlauches: spülen
Erst jetzt kommt sauberes Wasser
Wassertank als Gegengewicht
Anbringen von vorderen Streben