30. Jahrestag des großen Erdbebens in Armenien

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Viernheimer THW-Helfer Bertram Bähr nahm an einer internationalen Übung in Eriwan/Armenien teil

Als am 07.12.1988 in Armenien die Erde mit der Stärke von 6,9 der Richterskala bebte, wurde die Region stark zerstört. Das Epizentrum lag nur 18 km nordwestlich der 20.000 Einwohnerstadt Spitak, die gänzlich ausgelöscht wurde, sowie der 225.000 Einwohnerstadt Leninakan, die zu zwei Dritteln zerstört wurde. Bei dem Beben kamen 25.000 Menschen ums Leben, 31.000 wurden verletzt.

Es war die Zeit des Umbruchs in der damaligen Sowjetunion, die es ermöglichte, dass aus dem Westen Hilfe angeboten und angenommen wurde.

Hier kam die kurz zuvor aufgestellte Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerk zum Einsatz. Zwei Viernheimer THW-Helfer, Bertram Bähr und Peter Ensenauer, nahmen damals an dem Einsatz teil.

Aus diesem Anlass wurde am 03.12. bis zum 07.12.18 eine internationale Übung der Regionalgruppe Europa-Afrika-Mittlerer Osten der UN-Organisation INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) veranstaltet. Hier wurden im Verbund mit vielen Internationalen Teams die Strukturen der INSARAG erprobt. Es wurde zum einen die Einreise in das von dem Erdbeben betroffene Land geübt, sowie die Koordinierung der eintreffenden Einheiten.

Eine Aufgabe war das Aufstellen einer UCC (USAR Coordination Cell, Koordinierung von USAR-Teams). Der Viernheimer THW-Helfer B. Bähr wurde mit der Aufgabe eines Planning-Officers beauftragt, damit die Teams entsprechend in dem Schadensgebiet eingesetzt werden konnten.

Nach zwei Tagen wurde die Übung beendet in der Hoffnung, dass es nicht mehr zu einem solch starken Beben kommen würde.

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