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Allgemeine Lage

Schwere Niederschläge in Mosambik und im Einzugsgebiet des Sambesi Flusses führten zu Überschwemmungen. Dies hatte katastrophale Auswirkungen auf die Infrastruktur und die Wirtschaft Mosambiks. Etwa 100 Menschen kamen ums Leben, über 100 000 wurden obdachlos.

Viernheimer THW-Spezialist in Mosambik

Zunächst erkundete Peter Ensenauer vom THW-Viernheim von Baira aus, auf Rundflügen mit den BGS-Hubschraubern erste Einsatzmöglichkeiten für das THW. Mittwochs kam dann das Führungsteam, tags darauf die restliche Crew mit dem gesamten Material inklusive zweier Geländefahrzeuge und Wasseraufbereitungsanlagen aus Nairobi. "Trübe, dunkelbraune Brühe zu kristallklarem Trinkwasser zu machen", darauf versteht sich Peter Ensenauer wie kaum ein anderer. Zunächst kam die Anlage in der 7000 Seelen-Gemeinde Nova Mambone im Mündungsgebiet des Flusses Save zum Einsatz. Später verlegte Ensenauer seinen Standpunkt ans andere Ufer zum Hospital von Machanga, das vom Unwetter gleich in doppelter Hinsicht getroffen wurde. Die Schlammmassen hatten dort derartige Ausmaße, dass Ensenauer selbst einmal bis zur Hüfte einsackte und mit fremder Hilfe befreit werden musste. Außerdem hatte der Orkan furchtbare Spuren hinterlassen. Als die Einsatzkräfte am Krankenhaus eintrafen, war "der letzte Arzt bereits entnervt weggegangen und die Patienten lagen unter freiem Himmel", erzählte Ensenauer. Der Landweg sei längst abgeschnitten gewesen, es herrschten Versorgungsengpässe.

Besonders gefordert waren jetzt die Hubschrauberpiloten. Die Bundeswehr brachte mit ihren "Bell" Medikamente herbei, der Grenzschutz setzte "Pumas" ein, um Material zu Beschaffen, das die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) organisiert hatte. Alle greifbaren Helfer waren damit beschäftig, das Dach des Hospitals so schnell wie möglich zu decken, um den Kranken wieder eine akzeptable Unterkunft zu bieten. Das Ganze spielte sich bei Temperaturen von 35 Grad Celsius und fast hundertprozentiger Luftfeuchtigkeit ab. Hinzu kamen lästige Moskitos, entzündete Tränensäcke und Infektionen. Ensenauer und seine Kameraden arbeiteten tagelang "an der physichen Belastungsgrenze"

Quelle: Südhessen Morgen vom 22.03.2001 (nach Bericht von Peter Ensenauer)

Zusammenfassung

Alarmierung von

Bundesministerium den Inneren

Anzahl Helfer Gesamt

1

Helfer THW-Viernheim

Peter Ensenauer

Einsatzdauer

Sonntag 04.03.2001 bis
Montag 19.03.2001, (16 Tage)

Bericht bearbeitet von Norbert Martin am 10.09.2007