Nach einem Erdbeben der Stärke 7.6 auf der Richterskala in der Region um Muzaffarabad (Pakistan) gehen die Behörden von mehreren tausend Toten aus. Nach einer Pakistanischen Anfrage wird die SEEBA (Schnelleinsatzeinheit für Bergungseinsätze im Ausland) nach Pakistan entsandt.
Das bewährte SEELift-Modul hat die Helfer über den Flughafen Frankfurt in den Einsatz geführt. Das Team ist in zwei Linienmaschinen nach Islamabad, der Hauptstadt von Pakistan, geflogen. Mit an Bord waren Ortungsgeräte und Bergungsausrüstung.
In Pakistan wurden die Helfer von der deutschen Botschaft empfangen. Im Laufe des Tages bekam das THW das Einsatzgebiet Muzaffarabad zugewiesen. Das Einsatzgebiet war jedoch nicht leicht zu erreichen, da keine Transportmittel aufzutreiben waren. Erst am nächsten Tag gelang des den Mannschaften mit Helikoptern der amerikanischen Armee zusammen mit Sanitätssoldaten der Bundeswehr nach Muzaffarabad zu fliegen. Dort wurde sofort mit der Errichtung eins Basiscamps begonnen und Kontakt mit lokalen Organisationen aufgenommen.
Die Ortschaft war zu ca. 50 Prozent zerstört. Problematisch war die am Hang gelegene Altstadt mit ihren engen verwinkelten Gassen, weil dadurch kein schweres Gerät eingestzt werden konnte. Durch die Betonbauweise der Häuser konnte man mit Überlebenden rechnen, da sich viele Hohlräume in den Trümmern befinden.
Weitere Arbeiten waren Vorbereitungsarbeiten mit der Bundeswehr für einen Trinkwassereinsatz (SEEWA) in dieser Region.
An den darauf folgenden Tagen wurde an mehreren Gebäuden Ortungen durchgeführt. Am fünften Tag nach dem Beben konnte eine lebende Person, in Zusammenarbeit mit dem russischen Katastrophenschutz, aus den Trümmern gerettet werden.
| Alarmierung von | Bundesinnenministerium |
|---|---|
| Anzahl Helfer Gesamt | 28 |
| Helfer THW-Viernheim | Christian Busalt |
| Einsatzdauer | Sonntag 09.10.2005 - Montag 17.10.2005 (9 Tage) |
Bericht Christian Busalt