Anfang Oktober 2001 bat das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) die Bundesrepublik Deutschland um Mithilfe bei der Erkundung der Flüchtlingssituation in Pakistan entlang der Grenze zu Afghanistan. Wegen der Gefährlichkeit vor Ort musste Innenminister Schily persönlich über den Einsatz ehrenamtlicher Helfer entscheiden. Die positive Entscheidung kam am 02.10.2001 um 11°° Uhr.
Der Abflug über Dubai, Karatschi nach Islamabad erfolgte am 02.10.2001 um 15°° Uhr. Einsatzleiter war Klaus Buchmüller, THW Leitung. Helfer Konrad Clos, OV-Rothenburg/Fulda, Volker Wurm, OV-Darmstadt und Peter Ensenauer, OV-Viernheim. Zielort war die pakistanische (früher afghanische) Stadt Peshawar. Dort wurde mit den Vertretern der UNO Kontakt aufgenommen. Aus Sicherheitsgründen wurden Diplomatenpässe ausgestellt.
Am 07.10.2001, um 2130 Uhr Ortszeit begann 70 Kilometer weiter die Bombardierung von Afghanistan durch die Amerikaner. Die Mission konnte daher nicht beendet werden, die THW-Helfer mussten am 09.10.2001 aus dem Land fliehen, weil die aufgebrachte Bevölkerung jeden europäisch aussehenden Menschen für einen Amerikaner hielt. Hier nutzten auch die Diplomatenpässe nichts mehr, denn die meisten Demonstranten konnten weder lesen noch schreiben.
Alarmierung von | Auswärtiges Amt |
|---|---|
Anzahl Helfer Gesamt | 4 |
Helfer THW-Viernheim | Peter Ensenauer |
Einsatzdauer | Dienstag 02.10.2001 bis Dienstag 09.10.2001 (8 Tage) |
Bericht Peter Ensenauer