Am Montag, 25. Januar 1999, ereignete sich in Kolumbien ein schweres Erdbeben. Am gleichen Tag hatte die Regierung Kolumbiens ein internationales Hilfesuchen gestellt. Die schreckliche Bilanz der Katastrophe: knapp 1000 Tote und über 4000 Verletzte, viele davon schwer. Mehr als 250.000 Menschen wurden obdachlos. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,5 auf der Richterskala lag bei der Stadt Armenia - ca. 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogota.
Bereits am Nachmittag des 26.01.1999 wurde der Einsatzauftrag durch das Auswärtige Amt erteilt. Um 14.10 Uhr erfolgte die Voralarmierung des THW-Viernheim durch die Geschäftsstelle Darmstadt. Ab 18.00 Uhr kam der offizielle Einsatzauftrag: "Ortung und Bergung in Armenia".
An diesem Einsatz nahmen Helfer aus den Ortsverbänden Darmstadt, Limburg, Ober-Ramstadt, Pfungstadt und Viernheim teil.
Der Abmarsch erfolgte am 26.01.1999 um 24.00 Uhr ab der Geschäftsstelle Darmstadt auf dem Landweg nach Paris. Am 27.01.1999 um 10.00 Uhr wurde die Bergungsausstattung und die Ortungsgeräte in ein Flugzeug verladen und um 14.00 Uhr hob die Maschine in Richtung Bogota ab.
Nach der Rückkehr aus dem abenteuerlichen Einsatz waren unsere THW-Helfer gefragte Gesprächspartner bei den Medien. Zeitungen, Radio und Fehrnsehen berichteten ausführlich über das große Erdbeben in Kolumbien. Da war es nicht verwunderlich, dass die Medien ein Interesse an den Augenzeugenberichten unserer Helfer hatten.
Es folgten zahlreiche Interviews von Zeitungen und sogar vom Fernsehen. RNF brachte einen großen Fernsehbericht über diesen Einsatz.
Alarmierung von | Auswärtiges Amt |
|---|---|
Anzahl Helfer Gesamt | 9 |
Helfer THW-Viernheim | Bertram Bähr |
Einsatzdauer | Dienstag, 26.01.1999 bis |
Bericht bearbeitet von Norbert Martin am 10.09.2007