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Schwerer Sturm richtete in Viernheim Verwüstung an

"Am 03.06.1999 zog ein Orkan über die Dächer Viernheims. Innerhalb kürzester Zeit gingen zahllose Notrufe bei der Polizei, Feuerwehr und den Rettungsleitstellen ein.
Rund dreißig Einsätze zählte die Freiwillige Feuerwehr Viernheim in ihrem Bereich. So riß in der Rathaus-/Ecke Karl-Marx-Straße ein umfallender Baum die Stromoberleitung mit und viele Straßen wurden durch herunterfallende Äste unpassierbar. Die Polizei zählte unter anderem drei beschädigte Ampeln, ein Baum fiel gegen ein Auto und vier Bäume auf die Fahrbahn, zwei Baustellenbeschilderungen schleuderten gegen ein Auto und einmal wurde ein Auto von herab fallenden Dachziegeln getroffen. Nicht gezählt werden konnten die zahllosen Werbetafeln, die rasch ein Opfer des Windes wurden und anschließend überall herum lagen. Lediglich mit nur einer verletzten Person, getroffen von einem "fliegenden" Schild, konnte am Abend die vorläufige Bilanz abgeschlossen werden. ..."
"Schlimmer traf es die Veranstalter der "Deutschland tour '99". Nachdem die Zelte umknickten, Stühle und Tische "vom Winde verweht" wurden und die Leinwand drohte, auf die Menschen zu stürzen, musste schnell gehandelt werden. In nur wenigen Minuten verwandelte sich der Apostelplatz zu einem Platz der Verwüstung. Werbeplanen wurden aus ihren Befestigungen an den Balkonen und der Bühne gerissen und in die Menge geschleudert. Die große Videoleinwand samt Stützgerüst, auf der die Menschen das Radrennen verfolgen konnten, drohte herunter zustürzen und musste vom Technischen Hilfswerk gesichert und anschließend "geborgen" werden. Das Gerüst, an dem die Wand befestigt war, wurde durch den aufkommenden Druck des Windes erheblich beschädigt. Es bestand die Gefahr, dass es noch weiter kippte und direkt auf die immer noch auf dem Platz sich aufhaltenden Menschen stürzte. So schnell wie möglich wurden Boxen vor dem Regen mit Planen geschützt und die Leute suchten Schutz unter Hausdächern oder in der Kirche. So schnell wie alles begann, so schnell war der Spuk auch wieder vorüber. Bald hatten die Rattungsdienste wieder alles im Griff und kurze Zeit später blieb nichts mehr übrig als nur die Erinnerungen an einen "ereignisreichen Tag". "
Bericht vom Viernheimer Tageblatt (04.06.1999)