Am 07. Dezember 1988 bebte in Armenien, einer damaligen Republik der Sowjetunion, die Erde mit einer Stärke von 6.9 auf der Richterskala.
Die Auswirkungen des Bebens waren deshalb so verheerend, weil es sich um die Mittagszeit ereignete. Um diese Zeit hielten sich die meisten Menschen in Häusern und Fabriken auf. Hinzu kamen die winterlichen Temperaturen und die äußerst mangelhafte Vorbereitung der Behörden.
Die Regierung ließ ausländische Helfer ins Land. Dies war der erste Fall, in dem die Sowjetunion ausländische Hilfe in größerem Ausmaß annahm.
Die nach dem Erdbeben von 1986 in Mexiko vom Technischen Hilfswerk gegründete "SEEBA" (Schnelleinsatzeinheit-Bergung-Ausland) ging zum ersten mal in den Einsatz. In voller Stärke mit 96 Mann, 12 Rettungshunden und über 20 Tonnen technischem Gerät.
Die SEEBA hat die Vorgabe, in spätestens sechs Stunden nach der Alarmierung komplett mit Gepäck und bis zu 20 Tonnen Gerätschaften einsatzbereit am Sammelpunkt Rüsselsheim zu sein.
Einsatzort war Spitak im Kaukasus, einer Stadt die ca. 40.000 Einwohner hatte, von denen etwa die Hälfte unter den Trümmern verschüttet wurden.
Chronologischer Zeitablauf | Bericht: Bertam Bähr | |
Chronologischer Ablauf (auf die Minute genau) über den Einsatz in Armenien. | Spannender Bericht des THW Helfers Bertram Bär mit vielen Bildern |
| Alarmierung von | Auswärtiges Amt |
|---|---|
| Anzahl Helfer Gesamt | 96 |
| Helfer THW-Viernheim | Bertram Bähr |
| Einsatzdauer | Samstag 10.12.1988 bis Donnerstag 15.12.1988 (6 Tage) |
Weitere Informationen:
Wikipedia (Erdbeben von Spitak 1988)
Spiegel-Wissen (SPIEGEL-Korrespondent Jörg R.Mettke in der Erdbebenstadt Spitak)