Die zweite Bergungsgruppe des Ortsverbandes Viernheim ist eine sogenannte "Schwere Bergung" (Typ B). Diese Gruppe verfügt als einzige Gruppe im Geschäftsführerbereich über eine umfangreiche Zusatzausstattung für schwere Bergungsaufgaben.
Mit der Betonkettensäge können Beton und Stahlbeton bis zu einer Tiefe von ca. 50 cm geschnitten werden. Auf der hydraulisch angetriebenen Säge sitzt eine Kette mit Hartmetallschneiden und Diamanteinschlüssen. Unterschiedliche Ketten ermöglichen auch das Schneiden von stark verstärktem Beton, wobei gleichzeitig sehr erschütterungsarm gearbeitet wird. Versuche haben gezeigt, dass sich die Betonkettonsäge auch sehr gut zum schneiden von Fenstern von ICE-Zügen eignet.
Mit dem Kernbohrgerät können Löcher mit 72 mm bzw. 112 mm in Beton und Stahlbeton gebohrt werden. So können beispielsweise Versorgungs- oder Erkundungsöffnungen schnell geschaffen werden.
Das Plasmaschneidgerät ermöglicht das Durchtrennen sämtlicher Metalle mit einer Schnitttiefe bis zu 35mm. Durch den in der Ausstattung enthaltenen Kompressor muss nur eine Stromquelle zur Verfügung stehen, eine Versorgung mit Gas und Sauerstoff wie beim autogenen Brennschneiden ist nicht notwendig.
Die schweren Hebekissen ergänzen die Hebekissenausstattung des GKW I. Der Satz umfasst insgesamt sechs Kissen mit 58t bzw. 132t Hubkraft. Bis zu drei Kissen können zum Arbeiten mechanisch mit einander verbunden werden. Zwei Steuergeräte ermögliche es, vier Kissen gleichzeitig zu bedienen.