Seitenpfad: Ausstattung » Akust. Ortungsger.

Das akustische Ortungsgerät wurde zum Auffinden von verschütteten Menschen, die noch in der Lage sind, Signal an ihre Umwelt zu geben, entwickelt. Diese Signale können klopfen, bewegen, rufen oder stöhnen sein. Das Ortungsgerät dient zur Hörbarmachung dieser Signale und zur Lokalisierung und Rettung Verschütteter. Klopfzeichen, die von Eingeschlossenen gegeben werden, kann man als künstliches "Mikroerdbeben" ansehen. Die dadurch im Boden, Mauerwerk, Trümmerngestein, Gebäudeschutt oder im Erdreich erzeugten, sehr schwache Erschütterungen breiten sich als Wellen aus wie bei einem Erdbeben. Die Ausbreitung dieser Wellen ist sehr stark von dem Ausbreitungsmedium abhängig. Im Betondecken breitet sich eine Welle, die durch Klopfen angeregt wird, mit einer Geschwindigkeit von ca. 5000m/sek. mit einer Frequenz von 100 Hertz und mehr aus. Mit dem Ortungsgerät sind solche Schwingungen  über mehrere hundert Meter wahrnehmbar. In lokeren Böden oder Trümmerschutt ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Frequenz bis zu zehnmal kleiner.

Bei dieser Form der technischen Suche, werden 3 bis 6 Schallsonden auf die Trümmer aufgesetzt. Der empfangene Schall kann bis zu einer millionfach verstärkt werden. Filter lassen sich in diverser Weise zuschalten. Ein geübter Horcher kann sogar Atmen unter Trümmern hören.