











Am Samstag, 20. Dezember übten die Kraftfahrer, Alt- und Reservehelfer des Technischen Hilfswerkes Viernheim (THW) das Fahren im geschlossenen Verband. Acht Fahrzeuge mit ihren Anhängern bildeten den Konvoi. Bei einem Kraftfahrzeugmarsch gibt es ganz spezielle Probleme und Gefahren, auf die man vorbereitet sein muss. Deshalb mussten die Fahrer mit den Besonderheiten des Fahrens im Verband geschult werden.
Das THW kann als Katastrophenschutzorganisation des Bundes dank seiner modularen Einsatzstruktur auch bei überörtlichen Großschadenslagen eingesetzt werden. Eine solche Großschadenslage gab es beispielsweise im Jahre 2002 beim Elbehochwasser, als THW Einheiten aus dem ganzen Bundesgebiet, darunter auch Fahrzeuge und Helfer des THW Viernheim, an die Elbe gerufen wurden.
Dazu musste eine große Zahl THW Fahrzeuge zum weit entfernten Einsatzgebiet gefahren werden. Für solche Fahrten bot sich ein geschlossener Verband an. Dadurch war es möglich, dass Helfer mit ihren Fahrzeugen und dem technischen Gerät zu einer festgelegten Zeit an einem bestimmten Ort ankamen und tätig werden konnten.
Der Kraftfahrzeugmarsch ist eine eher unübliche Erscheinung im Verkehrsalltag. Deshalb ist diese Art des Fahrens besonderen rechtlichen Regelungen unterworfen. Da man allerdings nicht davon ausgehen kann, dass die anderen Verkehrsteilnehmer diese Regelungen kennen, ist erhöhte Vorsicht und Rücksicht geboten.
Die Fahrzeuge sind durch besondere Beflaggung gekennzeichnet. Zur Absicherung wird am ersten und letzten Fahrzeug die blaue Rundumleuchte (Blaulicht) ständig betrieben, während die übrigen Fahrzeuge das Blaulicht nur an Kreuzungen und in Ortschaften zuschalten, um den anderen Verkehrsteilnehmern den geschlossenen Verband zu signalisieren. Gefahren wird zusätzlich mit Abblendlicht.
Fahrzeuge, die im geschlossenen Verband fahren gelten als ein Fahrzeug. Das bedeutet zum Beispiel für andere Verkehrsteilnehmer, dass die Fahrzeuge des Verbandes, auch beim Umschalten der Ampel von grün auf rot, zusammen bleiben und weiterfahren. Daher ist es nicht sinnvoll und nicht erlaubt zwischen den Fahrzeugen eines Verbandes einzuscheren.
Diese Besonderheiten machten das Üben des Fahrens im Verband notwendig.
Der Übungsmarsch führte das THW Viernheim durch den vorderen Odenwald. Eine Rast wurde im Gasthaus "Zum Lamm" in Zotzenbach eingelegt.