(Von: Helga Weber, 17.03.2007, 16:00)
22 Schüler der Goetheschule besuchten im Rahmen des "Aktiv Eltern"-Programms das THW Viernheim

Was ist eigentlich das Technische Hilfswerk (THW)? Welche Aufgabe hat es und wer kann da mitmachen? Wird man dafür bezahlt? Rund 22 Schülerinnen und Schüler der Goetheschule hatten sich in der Alfred-Noblel-Str.1a eingefunden und bestürmten die Helfer des THW nur so mit Fragen.

Im Rahmen des "Aktiv Eltern" Programms erhielten die Schüler der zweiten bis vierten Klasse einen Einblick in die Aufgaben und Strukturen des THW. Um die 20 Ausflüge pro Halbjahr organisieren die Eltern unter Vorsitz von Ellen Werner und Ute Scholz für ihre Sprösslinge. Dabei lernen die Kinder Produktherstellungsverfahren einzelner Firmen kennen, besuchen Hilfsorganisationen oder lernen praktische Dinge, wie Kochen, Nähen oder Angeln.

Letzten Samstag stand nun die Katastrophenschutzorganisation THW auf dem Programm. Nachdem der Helfersprecher Andreas Neuhäuser den Grundschülern eine kurze Einführung in die Strukturen und die Aufgaben des THW mit den Kindern zusammen erarbeitet hatte, stellten sich die einzelnen Gruppen des Viernheimer Ortsverbandes vor. Bei einem Rundgang um den "große blauen Lkw", wie einer der Schüler den Gerätekraftwagen (GKW) betitelte, erklärte Rüdiger Frank, der Gruppenführer der ersten Bergung, einige Ausstattung des Fahrzeuges. Als die Schüler anschließend in der Fahrerkabine Platz nehmen durften und das Blaulicht anging, wurde aus dem Einsatzfahrzeug ein regelrechter Spielplatz. Allgemeiner Unglaube herrschte, als den Schülern die Möglichkeit gegeben wurde den 18 Tonnen schweren GKW anzuheben. Mit den luftgefüllten Hebekissen, die, wie ein Schüler feststellte, so hart, wie Stein waren und daher nichts mit seinem Kopfkissen gemeinsam hatte, war es jedoch eine Leichtigkeit, denn sie mussten nur den Steuerhebel betätigen.

Großes Erstaunen herrschte auch als Thomas Ernst, der Gruppenführer der schweren Bergung, eine Sondergruppe der zweiten Bergung, ein Kernbohrgerät mit einem Durchmesser von bis zu 10cm und eine Betonkettensäge vorführen ließ.

Als dritter Programmpunkt stand die Ortungsgruppe an. Mit einer Suchkamera zur Rettungssuche von Verschütteten mit einer Länge von 30m gewährte Stefanie Reinhardt den Grundschüler auf dem Monitor einen Blick unter die Erdoberfläche. Besondere Begeisterung und ein großes Interesse zeigten die Kinder, als anschließend die biologische Ortung ihre Rettungshunde vorführte. Doch nicht nur das Streicheln stand im Vordergrund auch die Ausbildung war ein wichtiges Thema, zu dem die Schüler viele Fragen an die Rettungshundeführer, unter Leitung von Susanne Emering, stellten.

Zum Schluss erlernten die Kinder noch das richtige Knoten. Der Jugendbetreuer Jochen Quarz und ein Teil seiner Jugendausbilder bastelten mit den Kindern zusammen Knotenbretter, die als kleines Andenken mitgenommen wurden.

Der Höhepunkt am Ende, eine kurze Rundfahrt mit den "großen blauen LKWs" bildete den Abschluss eines spannenden und erlebnisreichen Tages.



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